„RTL sendet seit Donnerstag mehr oder weniger durch“
Foto von Stephan Schäfer
Foto: RTL Deutschland / Guido Rottmann
1. März 2022

Interview Stephan Schäfer

Allein am Wochenende mehr als 25 Stunden Sondersendung bei RTL, Dutzende ReporterInnen vor Ort, starke Zugriffe auf die Newswebsites ntv, Stern und RTL: Stephan Schäfer, Co-CEO RTL Deutschland, über den Umgang des Unternehmens mit dem Krieg in der Ukraine – und warum unabhängiger Journalismus gerade jetzt so wichtig ist.  

Stephan Schäfer, was bedeutet der Krieg in der Ukraine für RTL Deutschland?

Der Krieg führt uns in eine Zeit der Ungewissheit – jetzt ist unabhängiger Journalismus so wichtig wie selten zuvor. Wir sehen es auch als ein Zeichen von Haltung, unsere Zuschauerinnen und Zuschauer jetzt so gut und umfassend wie nur irgend möglich zu informieren. Bei uns sind seit Mitte vergangener Woche mehrere hundert Kolleginnen und Kollegen aus den Redaktionen und aus dem Sendebetrieb mehr oder weniger im Dauereinsatz. ntv berichtet rund um die Uhr im Breaking-News-Modus. Bei RTL haben wir das Tagesprogramm seit Donnerstag stark auf die Berichterstattung zu diesem traurigen Krieg umgestellt. Am Wochenende haben wir den ganzen Tag News gesendet. Übrigens werbefrei, das war von uns eine bewusste Investition in den Journalismus. Und auch der Stern hat sein Heft umgeschmissen und wird am Donnerstag mit vielen Seiten zur Ukraine aufmachen. Und natürlich berichten ntv, Stern und RTL Tag und Nacht auf ihren Newswebsites. Kein anderes Medienhaus in Deutschland hat diesem furchtbaren Krieg in Europa mehr Raum gegeben als wir. Es ist ein historischer Moment, den wir nicht verpassen wollten.

Wollen die Menschen überhaupt so viele Nachrichten und Berichte über den Krieg?

Eindeutig ja. Das Interesse des Publikums am Geschehen und dessen Hintergründen ist sehr hoch. Wir haben am Wochenende bei RTL einen Tagesmarktanteil von 13, teils 15 Prozent bei 14 bis 49 und auch bei 14 bis 59 erzielt – und das mit insgesamt mehr als 25 Stunden Live-Berichterstattung. Wir waren mit unserem journalistischen Angebot an beiden Tagen Marktführer, sicher auch, weil wir die einzigen waren, die so konsequent auf dieses Thema gesetzt haben. Und ntv liegt mit Tagesmarktanteilen von mehr 4 Prozent etwa drei Mal so hoch wie in normalen Zeiten. Die Zugriffe auf die Newssites sind ebenfalls steil nach oben gegangen. RTL Deutschland ist mit seinen Medienangeboten neben den Öffentlich-Rechtlichen die führende Informationsquelle. Die Menschen vertrauen uns, unserer Kompetenz und unseren Einordnungen, wir erhalten viele positive Rückmeldungen dazu. Wir empfinden das als klare Bestätigung für den Kurs, den unabhängigen Journalismus in unseren Angeboten weiter zu stärken. Gerade in unsicheren Zeiten wächst uns hier eine wichtige Aufgabe zu.

Mit wie vielen Reportern ist RTL Deutschland vor Ort?

Wenn wir alle festen und freien Reporter zusammennehmen, dann berichten mehrere Dutzend Kolleginnen und Kollegen für uns aus der Ukraine, Polen, den baltischen Staaten und Russland. RTL und ntv haben ihre Kräfte gebündelt, und auch mit dem Stern gibt es einen permanenten Austausch. Bei allem steht die Sicherheit unserer Leute für uns an erster Stelle. Die Chefredaktionen befinden sich in dauerndem Kontakt. Die Berichterstattung über den Krieg fordert uns in vielen Dimensionen –  journalistisch, technisch, logistisch und menschlich. Alle arbeiten mit kühlem Kopf, aber schwerem Herzen. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine.

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